Lubuntu: Die Alternative zu Windows XP

Selbst ältere Rechner können wieder zu schnellen Rennmaschinen werden – mit einer Linux-Variante namens Lubuntu. Das ist die Alternative seit April 2014, als Microsoft den Support von Windows XP eingestellt hat. Nun gibt es keine lebenswichtigen Updates mehr, die vor den neuen Gefahren aus dem Internet schützen. Dank Lubuntu könnt Ihr Eure Computer trotzdem nutzen.

Mit Windows XP solltet ihr nicht mehr ins Netz gehen. Denn es gibt keinen ausreichenden Schutz mehr vor all den bösen Gefahren. Doch was tun? Ein neuer PC ist teuer, dazu kommt ein weiteres Problem.

XP war gut, der Nachfolger Vista nicht zu gebrauchen, Windows7 war gut, Windows 8 hat … Kacheln. Die kenne ich sonst nur aus meinem Badezimmer und ich habe noch keinen getroffen, der gerne damit arbeitet. Der Kauf eines neuen PC ist derzeit schlicht nicht ratsam. Man sollte mindestens bis zum September 2014 warten. Dann soll die neue Version Windows 9 rauskommen. Die Chance, dass es halbwegs brauchbar ist, ist durchaus gegeben.

Aber: Spart euch das Geld besser für den nächsten Urlaub und installiert eine rattenschnelle Alternative: Lubuntu. Es braucht nur ein paar einfache Handgriffe.
Lubuntu ist eine Linuxversion, die ohne jeden Schnickschnack daherkommt. Dafür soll sie selbst noch auf langsamen Rechnern laufen.

Was machen eigentlich Betriebssysteme?
Sie stellen die Basisfunktionen eines Computers zu Verfügung. Denn man arbeitet ja mit Programmen wie einer Textverarbeitung, dem Browser oder zum Beispiel einem Videoschnittprogramm. Was also ist das beste Eigenschaft, die ein Betriebssystem haben kann? Genau, es soll nicht nerven und unauffällig im Hintergrund bleiben.
Aber „nicht nervig & unauffällig“ verkauft sich halt nicht gut. Deswegen ist Lubuntu ja auch gratis.

Schritt für Schritt zum schnellen PC

  1. BackUp machen: auf einem externen Laufwerk mit eigener Stromversorgung (das sollte Euer Standard sein)
  2. Lubuntu herunterladen: Zum Download
  3. CD brennen: Das ist eine ISO-Datei. Die brennt Ihr so,  wie sie ist, auf eine CD.
  4. Von der CD booten: Dazu müsst ihr evtenuell dem BIOS noch beibringen, dass es von der CD booten soll (Bei Toshiba ESC drücken und dann dort einstellen; eine Anleitung, um ins BIOS zu kommen, findet Ihr hier.
  5. Fünf Möglichkeiten nach dem Booten:
    1. Installieren
    2. Testen: könnt es euch mal anschauen. Von CD ist das System natürlich langsam
    3. MemTest: Speicher testen, ob Fehler drin sind. Gute Funktion. Wenn er Fehler hat –> Speicher austauschen oder PC wegschmeißen
    4. CD testen: Sinnvolle Funktion, um sich später Ärger zu ersparen
    5. Von Festplatte starten: Falls Ihr nochmal zum alten System wollt.

Führt auf jeden Fall die beiden Tests durch, dann könnt ihr die Installation sorglos starten. Das dauert aber etwas…

Auwahlmöglichkeiten bei der Lubuntu-Installation

  1. Sprache auswählen
  2. Linux allein oder als Zweitsystem neben statt Windows installieren
  3. Updates und externe Software – beide Häckchen setzen
  4. Wie viel Platz wollt ihr Lubuntu geben? Einfach per Reiter auswählen. Empfehlung: 10 GB fürs System, Menge des RAM-Speichers für Swap hinzurechnen und noch etwas fürs Home-Verzeichnis draufgeben – dort liegen Euere Dateien. Keine Sorge, dass kann später mit Gparted geändert werden.
  5. Anmeldenamen und ein Passwort vergeben.
    Auf geht‘s…

Nachdem ihr Lubuntu neben Windows installiert habt, wird sich das Microsoft-System beim ersten Mal wundern, dass die Festplatte irgendwie anders ist und Checkdisk ausführen. Lasst es einfach geschehen, es stört nicht weiter.

Dafür habt ihr das schnelle System. Es ist zunächst noch spärlich mit Software ausgestattet. Es kommt ja auch über eine CD. Über den Lubuntu-Paketmanager könnt Ihr Software nachinstallieren. Es gibt eine Riesenauswahl für alles mögliche.

Alles weitere zu Ubuntu findet ihr im Wiki: Ubuntuusers.de.

Fazit: Hardware gerettet, Umwelt geschont, eine Menge Geld und Zeit gespart: Danke, Lubuntu!

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