Spenden! Sie! Richtig!

Zur Weihnachtszeit stapeln sich bei manch einem Zeitgenossen die Spendenbriefe. Jede Organisation, die in der Vergangenheit einmal bedacht wurde, bringt sich wieder in Erinnerung. Wenn sich auch bei Ihnen ab November die Spendenbriefe sammeln, stellen Sie sich sicher die Frage, ob sich dies überhaupt lohnt. Die Antwort ist „Ja“. Denn sonst würden es die vielen gemeinnützigen und hoffentlich ebenso nützlichen Organisationen ja nicht machen. Doch mit zwei einfachen Regeln können Sie die Zahl der Briefe reduzieren und gezielter Spenden.

Am Anfang steht eine Frage: „Warum spendet eine Person?“ Weil sie die Welt verbessern möchte? Um ihren Wohlstand zu teilen? Um armen Kindern oder kranken Tieren zu helfen? Nun, der Grund ist einfacher: Man spendet, weil man um Geld gefragt wird. Den irgendwoher muss er ja kommen, der Impuls, die Brieftasche zu öffnen. Hat man dann eine Überweisung getätigt, ist man in der Adressliste einer Organisation. Das muss so sein, damit die Spendenbescheinigung ankommt. Und wer einmal gespendet hat, der wird natürlich wieder gefragt. Alles andere wäre fahrlässig.

Das heißt aber: Wenn Sie häufig an unterschiedliche Organisationen spenden, stehen Sie in vielen Listen und bekommen viele Briefe. Das Gegenmittel ist verblüffend einfach: Suchen Sie sich eine bis drei Organisationen und spenden Sie dort regelmäßig. Der Betrag darf Ihnen ruhig ein bisschen wehtun. Wenn Sie eigentlich 100 Euro spenden wollen, dann spenden Sie doch 150. Denn viel hilft viel.
Andererseits wird in den Medien regelmäßig dafür geworben, Opfer einer bestimmten Katastrophe zu unterstützen; diese dann im Zentrum der Aufmerksamkeit. Soll man da nichts geben? Nun, wenn Ihnen diese Art der Hilfe besonders wichtig ist, dann sorgen Sie doch schon in „ruhigen“ Zeiten dafür, dass die Lager gefüllt sind. Denn im Erstfall muss schnell gehandelt werden. Wer diese Vorbereitungen mit regelmäßigen Spenden unterstützt, der die rasche und zielgerichtete Hilfe. Zudem ist es schlecht, wenn die Organisationen durch den Spendenzweck zu sehr gebunden werden. So kann ein Erbeben oder eine große Flut sicher Bilder liefern, die sehr dramatisch sind. Dagegen kann die Arbeit zur Vermeidung einer Hungerkatastrophe eher unspektakulär wirken. Aber ist sie deswegen weniger wichtig?
Bei dem Thema Artenschutz wird das noch deutlicher: Spendenanzeigen mit Walen oder Delfinen ziehen immer. Aber wer würde für den Erhalt einer seltenen Art von Riesenkakerlaken auf Sumatra spenden? Sie vielleicht? Aber hat diese Art nicht die gleiche Aufmerksamkeit verdient, wenn sie akut von Aussterben bedroht ist?
Womit sich die nächste wichtige Frage stellt. Gibt es eine Garantie, dass Ihre Spende an der richtigen Stelle ankommt? Nein. Deswegen sollten Sie verfolgen, was mit dem Geld passiert.
Lesen Sie dazu die Informationen der Organisationen, denen Sie Spenden zukommen lassen. Dort wird berichtet, was mit dem Geld gemacht wird. Und stellen Sie Fragen, wenn Ihnen etwas auffällt. Dieses Interesse ist wichtig, denn es führt zu besserer Arbeit. Gehen Sie ruhig mal auf Mitgliederversammlungen, zu Vorträgen oder ähnlichen Veranstaltungen. Dort lernen Sie einige der Leute kennen, die Sie mit Ihrer Spende unterstützen.

Fazit: Falls Sie zu den Menschen gehören, die mit Spenden etwas verändern wollen, brauchen nur zwei Regeln zu beachten:
1) Konzentrieren Sie sich auf wenige Organisationen, die Sie regelmäßig und großzügig unterstützen.
2) Prüfen Sie hin und wieder, ob die Arbeit dieser Organisationen etwas bewegt und Ihre Spende rechtfertigt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s